Wasserkraft – ein Tropfen für den heißen Herd

Energiegewinnung aus Wasserkraft ist fast so alt wie die Energiegewinnung an sich. Schon in vorindustrieller Zeit nutzten schlaue Köpfe Wasser zum Antrieb von Mühlen, Säge- oder Hammerwerken. Heute werden nicht mehr Mühlräder angetrieben, sondern leistungsstarke Turbinen. Aber das Prinzip hat sich kaum geändert. Mit der Wasserkraft wird nun Strom gewonnen, stets fließender Strom.
Nach der traditionellen Nutzung von Biomasse ist Wasserkraft der zweitgrößte Erzeuger von erneuerbarer Energie. Insbesondere in wasserreichen Regionen, in denen dazu noch ein Gefälle auftritt – wie beispielsweise in den Alpen – ist der Einsatz von Wasserkraft lohnenswert. So ist es nicht verwunderlich, dass zwei der drei Wasserkraftwerke, aus denen SAVERO Energie seinen Strom bezieht, in Österreich liegen. Das dritte befindet sich in Norwegen.

 

DER SEGEN DES SALZACHS

Das Salzburger Land ist wegen seiner teils spektakulären Landschaften berühmt. Im Süden ziehen sich die Gebirgsketten der Zentralalpen mit den zahlreichen Dreitausendern entlang. Im Tennengebirge wartet mit der Eisriesenwelt die größte Eishöhle der Welt und auch die höchsten Wasserfälle Europas liegen in dieser Region. So versteht es sich fast von selbst, dass hier ideale Bedingungen für die Erzeugung von Wasserstrom vorherrschen. Beispielsweise im Kraftwerk Gamp. Das Flusswasserkraftwerk bezieht seine Energie aus dem Salzach, einem der größten Alpenflüsse. Die Quelle des Flusses liegt in den Kitzbühler Alpen. Auf seinem Weg nach Deutschland vereint er sich mit anderen Flüssen und Bächen zu einem fließkräftigen Gewässer. Schon seit 1928 wird hier Energie gewonnen. 2007 erfolgte eine umfangreiche Sanierung, von der insbesondere die Umwelt profitierte: Auwälder und Altarme wurden in der Planung berücksichtigt; es entstand ein durchgängiger Fischweg und ein großes Laichgebiet für Amphibien. Die Jahresstromerzeugung beträgt 53 GWh.

 

MEHR ALS SKISPRUNG

Gerade mal 35 Kilometer entfernt liegt das zweite österreichische Wasserkraftwerk, aus dem wir unseren Strom beziehen, in Bischofshofen. Freunde des Skispringens kennen den Namen als 4. Station der Vierschanzentournee. Auch dieses Wasserkraftwerk nährt sich aus der Energie des Salzachs. In den 1980er Jahren wurde es unter besonderer Berücksichtigung der Natur gebaut. So entstanden Seichtwasserzonen und eine Fischwanderhilfe. Dank seiner Jahresstromleistung von 70,2 GWh erhalten nun rund 20.000 Haushalte sauberen Ökostrom.

 

IM LAND DER TROLLE

Die Reise zur letzten unserer drei erneuerbaren Energiequellen ist etwas länger. Über 2.200 Kilometer nördlich von Bischofshofen liegt das Wasserkraftwerk Brandåa, in der Kommune Rindal. Diese befindet sich im wassereichen Norwegen, etwa 100 Kilometer von Trondheim entfernt, in dem Gebiet Trollheim, das auch als „das Land der Trolle“ bezeichnet wird. Große Teile des Gebietes stehen unter Schutz, um die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt zu bewahren – und die Trolle natürlich. Gleich zwei Flüsse speisen das Kraftwerk, Brandåa und Trøkna. Ihre Fließkraft erzeugt eine Jahresstrommenge von 16 GWh. Das Wasserkraftwerk ist übrigens jung und somit hochmodern; gebaut wurde es im Jahr 2010.

 

DREI KRAFTWERKE, EIN SIEGEL: ok power

Alle drei Wasserkraftwerke wurden von ok-Power zertifiziert. Dieses Siegel bekommen nur solche Ökostrom-Tarife, die nachweislich einen zusätzlichen Beitrag zur Energiewende leisten. Die Kriterien hierfür legt der gemeinnützige Verein EnergieVision fest. Der Vorstand des EnergieVision e.V. und der Beirat arbeiten ehrenamtlich und werden nicht über Gebühren finanziert.