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TÜV Nord Siegel

Die Auszeichnung des TÜV Nord Siegels für Ökostrom versichert die folgenden Kriterien:

  1. Der bereitgestellte Strom wird zu 100% aus erneuerbaren Energien gewonnen.
  2. Erneuerbare Energien sind in diesem Fall ausschließlich jene Energieträger und Technologien, die in der jeweiligen nationalen Gesetzgebung als erneuerbar definiert werden.
    Für Ökostromprodukte, die in Deutschland angeboten werden, ist das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) die entsprechende Grundlage.
  3. Zusätzlich muss durch entwertete Herkunftsnachweise des jeweiligen nationalen Herkunftsnachweisregisters die eingesetzte erneuerbare Energie belegt werden.
  4. Die Förderung einer nachhaltigen Energieversorgung muss eine wesentliche Zielsetzung des anbietenden Unternehmens sein. Dies ist beispielsweise durch die Beteiligung am Bau und Betrieb von Energieerzeugungsanlagen für erneuerbare Energien oder die Förderung von Energiesparmaßnahmen etc. nachzuweisen.
  5. Aufschläge des Ökostromprodukts gegenüber einem vergleichbaren Standardtarif (z.B. Tarif für die Mehrheit der Kunden, ggf. Grundversorgung) dürfen nicht zur weiteren Erhöhung der Einnahmen verwendet werden, sondern kommen der Förderung erneuerbarer Energien, insbesondere dem Neubau von Anlagen zur Erneuerung von regenerativer Energie, zugute.
  6. Der Maximalzeitraum für den Ausgleich der Energiebilanz ist ein Jahr. Der Anbieter muss ein zuverlässiges Verfahren zur kontinuierlichen Sicherung der Deckung zwischen Erzeugung/Bezug und Abgabe nutzen.
  7. Weitere, vom Stromanbieter zugesicherte Merkmale des jeweiligen Ökostromtarifs sind im Zertifizierungsumfang enthalten.
  8. Der Kunde muss korrekt und transparent über das zertifizierte Ökostromprodukt unterrichtet werden. Die Förderung der nachhaltigen Energieversorgung und ggf. die Verwendung eines Förderbeitrags sind ebenfalls zu kommunizieren.

Quelle: VdTÜV Basisrichtlinie 1304